23. Dezember 2022

Spielbauwagen für geflüchtete Kinder

Kinder in der Erstaufnahmeeinrichtung für Geflüchtete mit besonderem Schutzbedarf in Tübingen (EA) haben einen zusätzlichen Raum zum Spielen, Malen oder Basteln bekommen. Auch mit Geldern aus einem Fonds des Diakonischen Werks Württemberg wurde ein Bauwagen als Spielzimmer eingerichtet und auf dem Gelände der EA platziert.

„Der Bedarf ist da, in der Einrichtung leben fast 50 Prozent Kinder und es ist gut, wenn sie einen flexiblen Ort zum Spielen haben“, sagte der Tübinger Regierungsvizepräsident Dr. Utz Remlinger.

Dietmar Oppermann, Referent für Flüchtlingsarbeit im Diakonischen Werk Württemberg, lobte das Angebot als nah bei den Menschen, leicht zugänglich und nachhaltig, weil der Bauwagen bei Bedarf unkompliziert seinen Ort wechseln kann. „Die Diakonie Württemberg hat sehr gerne unterstützt.“

„Für mich ist es ein Weihnachtswunder“, freute sich die Geschäftsführerin des Diakonischen Werks Tübingen Esther Peylo. Es sei mehr als nur der Kauf eines Bauwagens gewesen. Es brauchte Genehmigungen und Absprachen, es musste geklärt werden, woher der Strom und die Heizung kommen und wer im Zweifelsfall haftet. Auch die Lieferzeiten machten den Verantwortlichen Sorgen. „Doch Anne Judersleben machte das, was sie gut kann – dicke Bretter bohren“, lobte Peylo die scheidende Mitarbeiterin. Dass der Bauwagen noch vor Weihnachten übergeben werden konnte, davon habe sie nicht zu träumen gewagt.

Prälat Markus Schoch betonte, dass die Landeskirche die Flüchtlingsarbeit unterstütze und dabei angewiesen sei auf Mitarbeitende in den diakonischen Einrichtungen vor Ort.

Die Tübinger Dekanin Elisabeth Hege dankte den Mitarbeitenden der Diakonie, insbesondere Anne Judersleben, der Ehrenamtskoordinatorin in der Erstaufnahmeeinrichtung, die die Idee mit dem Bauwagen hatte. „Ausgerechnet an ihrem letzten Arbeitstag können Sie etwas von Ihrer Ernte einfahren“, sagte Hege. Kinder wollten und müssten ernstgenommen werden in ihrem Menschsein und in ihrer Entwicklung. Mit so einer Möglichkeit könne der triste Alltag etwas bunter gestaltet werden. Auch den Ehrenamtlichen biete ein solcher Raum mehr Möglichkeiten, mit den Kindern in Kontakt zu treten.

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