Wie können wir dranbleiben?

Gerade jetzt sind viele Menschen noch mehr auf Unterstützung angewiesen als sonst und deshalb müssen wir uns fragen: Wo besteht noch Bedarf? Was können wir anpassen oder ausweiten? Wie können wir dranbleiben? Die Auswahl der untenstehenden Projekte soll Anreize schaffen, dranzubleiben.

Ausfüllhilfe im Murrhardter Tafelladen

Sobald die Kurzarbeit angeordnet ist oder die Kündigung auf dem Tisch liegt, müssen sehr zeitnah unterschiedliche Anträge gestellt werden, um die eigene Existenz zu sichern. Die Kontaktbeschränkungen machen persönliche Vorsprachen in den Ämtern nahezu unmöglich. Die Ausfüllhilfe im Murrhardter Tafelladen bietet dabei Unterstützung. Außerhalb der Tafelzeiten ist die Beratung anonym möglich.

Homeschooling durch Laptop-Spenden

Jobcenter finanzieren, trotz Entscheidungen einiger Sozialgerichte, keine Laptops für die Kinder von Leistungsbeziehern. Damit sie aber beim Fernlernunterricht teilnehmen und so ihre Schulpflicht wahrnehmen können, sammelt die Diakonische Bezirksstelle Marbach gebrauchte und funktionsfähige Laptops und Tablets.

Sozialarbeit für Geflüchtete

Die unabhängige Sozial-und Verfahrensberatung in Sigmaringen ermöglicht eine Fensterberatung für Geflüchtete. Im Fenster wurde ein Plexiglas mit einer kleinen Durchreiche angebracht. Ein Pavillon schützt die Bewohnerinnen und Bewohner vor Wind und Wetter. Natürlich gibt es Themen, die nicht am Fenster besprochen werden können. Für diese Anliegen wurde ein Raum unter Einhaltung der Hygienevorschriften bereitgehalten.

Kauf-1-mehr-Aktion

„Kauf 1 mehr“ heißt: Die Konfirmandinnen und Konfirmanden aus Ellhofen bitten die Kunden vor einem Supermarkt, einen Artikel mehr einzukaufen, um ihn anschließend der Tafel zu spenden. Aufgrund der wirtschaftlichen Folgen der Corona-Krise verbuchen die Tafeln ein erhöhtes Kundenaufkommen. Gerade deshalb sind solche Aktionen ein wichtiger Baustein in der Lebensmittelbeschaffung der Tafeln und gleichzeitig wenig Aufwand für Spenderinnen und Spender.

Reintegration als Martinushelfer

Das Projekt bietet Arbeitsstellen für bis zu 15 langzeitarbeitslose Menschen. Sie holen Altkleiderspenden in den Kirchengemeinden ab und sortieren und sichten die Kleidung anschließend. Aufgrund des niedrigschwelligen Angebots können Menschen in unterschiedlichen Problemlagen in einem geschützten Rahmen wieder an den Arbeitsmarkt herangeführt werden und verlorengegangenes Selbstvertrauen in die eigenen Fähigkeiten wiedererlangen.

Hilfe beim Berufseinstieg

Das Projekt „Jobpoint“ hilft Jugendlichen bei der Ausbildungs- und Jobsuche. Die Kirchengemeinde Hebsack-Rohrbronn stellt an zwei Nachmittagen in der Woche einen Raum mit fünf PC-Arbeitsplätzen zur Verfügung. Dort können Jugendliche ohne vorherige Anmeldung Bewerbungen schreiben und für Vorstellungsgespräche oder Einstellungstests üben. Dabei werden sie von geschulten Ehrenamtlichen unterstützt. Dort, wo das Ehrenamt an seine Grenzen stößt, unterstützt der hauptamtliche Sozialarbeiter.