Zwangsprostitution

Menschenhandel zum Zweck der sexuellen Ausbeutung ist ein Straftatbestand (§ 232 StGB). Frauen, die unter falschen Versprechungen zur Prostitution gekommen sind, sind Zwangsprostituierte und haben das Recht auf Unterstützung. Die Opfer von Zwangsprostitution werden durch zwei landesweit tätige Fachberatungsstellen, das FIZ Fraueninformationszentrum Stuttgart und die Mitternachtsmission in Heilbronn, unterstützt. Die Beraterinnen sind in die Interventionsketten der Polizei eingebunden und stehen Opfern anonym oder persönlich vor Ort zur Seite.

Die Beratungsstellen helfen nach Aufdeckung der Straftat, die Opfer kurzfristig in anonymen Schutzwohnungen unterzubringen. Sie unterstützen Frauen bei der Aufarbeitung in der akuten Situation und beim Suchen einer weiteren Lebensperspektive. Manche Opfer werden im Prozess vor Gericht begleitet, wenn die Frauen zur Aussage vor Gericht bereit sind. Bei anderen Frauen wird eine weitere Begleitung über ein Netzwerk an Beratungsstellen im Ausland eingeleitet.

Fraueninformationszentrum FIZ – Stuttgart

Mitternachtsmission Heilbronn

Das Referat

Die Landesgeschäftsstelle unterstützt die Fachberatungsstellen bei Finanzverhandlungen mit dem Sozialministerium und betreibt Lobbyarbeit in verschiedenen Gremien: dem Bündnis gegen Menschenhandel, dem Arbeitskreis Aktiv gegen Menschenhandel im Südwesten Deutschlands, dem KOK, einem bundesweiten Zusammenschluss aller Fachberatungsstellen, und dem Arbeitskreis evangelischer Fachberatungsstellen innerhalb der Diakonie Deutschland.

Weitere Informationen

Schnelle Hilfe jederzeit

Hilfetelefon Gewalt gegen Frauen: 08000 116016

Das Hilfetelefon ist ein bundesweites Beratungsangebot für Frauen, die Gewalt erlebt haben oder noch erleben. Unter der Nummer 08000 116 016 und via Online-Beratung werden Betroffene aller Nationalitäten unterstützt, mit und ohne Behinderung – 365 Tage im Jahr, rund um die Uhr. Auch Angehörige, Freundinnen und Freunde sowie Fachkräfte werden anonym und kostenfrei beraten.

Mehr erfahren