Zwangsprostitution

Menschenhandel zum Zweck der sexuellen Ausbeutung ist ein Straftatbestand (§ 232 StGB). Frauen, die unter falschen Versprechungen zur Prostitution gekommen sind, sind Zwangsprostituierte und haben das Recht auf Unterstützung. Die Betroffenen von Zwangsprostitution werden durch zwei landesweit tätige Fachberatungsstellen, das FIZ Fraueninformationszentrum Stuttgart und die Mitternachtsmission in Heilbronn, unterstützt. Die Beraterinnen sind in die Interventionsketten der Polizei eingebunden und stehen Betroffenen anonym oder persönlich vor Ort zur Seite.

Die Beratungsstellen helfen nach Aufdeckung der Straftat, die Betroffenen kurzfristig in anonymen Schutzwohnungen unterzubringen. Sie unterstützen Frauen bei der Aufarbeitung in der akuten Situation und beim Suchen einer weiteren Lebensperspektive. Manche Betroffene werden im Prozess vor Gericht begleitet, wenn die Frauen zur Aussage vor Gericht bereit sind. Bei anderen Frauen wird eine weitere Begleitung über ein Netzwerk an Beratungsstellen im Ausland eingeleitet.

Mitternachtsmission Heilbronn

Fraueninformationszentrum FIZ – Stuttgart

Jasmins Weg aus der Zwangsprostitution:

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Das Referat

Die Landesgeschäftsstelle unterstützt die Fachberatungsstellen bei Finanzverhandlungen mit dem Sozialministerium und betreibt Lobbyarbeit in verschiedenen Gremien: dem Bündnis gegen Menschenhandel, dem Arbeitskreis Aktiv gegen Menschenhandel im Südwesten Deutschlands, dem KOK, einem bundesweiten Zusammenschluss aller Fachberatungsstellen, und dem Arbeitskreis evangelischer Fachberatungsstellen innerhalb der Diakonie Deutschland.

KOK - Bundesweiter Koordinierungskreis gegen Menschenhandel e.V.

Der bundesweite Koordinierungskreis gegen Menschenhandel KOK ist ein eingetragener, gemeinnütziger Verein. Er ist auf regionaler, nationaler und internationaler Ebene für die Bekämpfung von Menschenhandel und Ausbeutung aktiv. Für die Durchsetzung der Rechte Betroffener und für die Verwirklichung der Menschenrechte von Migrantinnen. 1987 von Fachberatungsstellen für Betroffene von Menschenhandel gegründet, und 1999 als Verein eingetragen, vereint der KOK e.V. heute 38 Mitgliedsorganisationen unter seinem Dach.

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Weitere Informationen für Prostituierte in Baden-Württemberg