Themenschwerpunkt Altersarmut

Die wachsende Altersarmut bekommt in der öffentlichen Diskussion mehr Beachtung. Dabei war schon aufgrund des immer größer werdenden Anteils alter Menschen an der Gesamtbevölkerung lange absehbar, dass sich deren Lebenslage zu einem wichtigen sozialpolitischen Thema entwickeln würde. Im Unterschied zum Armutsrisiko anderer Gruppen ist die Armut alter Menschen eine Sackgasse ohne Wendemöglichkeit.
War die Generation der über 65-Jährigen bis zur Jahrtausendwende eher weniger von Armut bedroht als der Durchschnitt der Gesellschaft, so ist sie nach den aktuellen Zahlen des Statistischen Landesamtes nicht mehr so weit davon entfernt. Auch steigt das Armutsrisiko für ältere Mitbürger weitaus schneller als für die meisten anderen Bevölkerungsgruppen.
Die Diakonie in Württemberg setzt sich gegen Altersarmut ein und fordert:

  • eine umfassende Sozialversicherungspflicht auch für Mini- und Midi-Jobs
  • Zahlung von Rentenbeiträgen auch für Langzeitarbeitslose
  • Stärkung der gesetzlichen Rente, Haupteinkommensquelle für 99 Prozent der älteren Menschen, und Ausweitung auf Selbstständige wie Beamte
  • Einführung einer Mindestrente. Diese kann Menschen im Alter den Gang zum Sozialamt ersparen und lässt sich über Bundesmittel finanzieren, die ansonsten für Grundsicherung im Alter ausgegeben werden müssen.
  • Weiterentwicklung der Pflegeversicherung dahingehend, dass sie die Pflegekosten umfassend abdeckt, damit alte Menschen nicht wegen ihrer Pflegebedürftigkeit in Armut gestürzt werden.  

Bündnis gegen Altersarmut

Im April 2017 haben sich 31 Organisationen, Verbände und Gewerkschaften aus Baden-Württemberg in Stuttgart zu einem breiten gesellschaftlichen Bündnis gegen Altersarmut zusammengefunden, um noch vor der Bundestagswahl für einen Kurswechsel in der Rentenpolitik einzutreten. Die Bündnispartner eint die Sorge, dass bereits ab 2030 Millionen ältere Mitbürgerinnen und Mitbürger auf den Gang zum Sozialamt angewiesen sein werden, wenn nicht heute gegengesteuert wird.

Aus dem Bündnispapier: „Eine reiche und soziale Gesellschaft darf es nicht länger zulassen, dass Menschen, die ein Leben lang gearbeitet haben, in Armut geraten. Ein Wechsel in der Rentenpolitik ist dringend nötig und auch möglich. Die gesetzliche Rente soll wieder die Wahrung des Lebensstandards im Alter ermöglichen. Sie muss Armut im Alter verhindern! Wir halten ein Rentenniveau von wenigstens 50 Prozent für erforderlich!“


Projekte und Praxismaterialien

Beratungsstellen und Hilfen für Betroffene

Beratungsstellen und Hilfen für Betroffene

Die Diakonischen Bezirksstellen sind Dienste der evangelischen Kirche in Württemberg und Teil der freien Wohlfahrtspflege. Zentrale Aufgabe der Dienste ist die qualifizierte Beratung und Hilfe – insbesondere für benachteiligte Menschen in Not- und Problemsituationen.

mehr Informationen

KulturTafel Heilbronn

KulturTafel Heilbronn

Die KulturTafel vermittelt Geringverdienern und Bedürftigen kostenlose Tickets für Kulturveranstaltungen, wie Theater, Konzerte, Literatur, Unterhaltung und Sport.

KulturTafel

Suppensamstage in Ludwigsburg-Grünbühl

Suppensamstage in Ludwigsburg-Grünbühl

Von Erntedank bis Ostern bietet die Evangelische Martinskirche jeden Samstag von 11.30 bis 14.00 Uhr frisch zubereiteten warmen Eintopf mit regionalen Zutaten vom Bauernhof an.

Suppensamstage

Initiative Lebensraum (ILM)

Initiative Lebensraum Möhringen-Fasanenhof-Sonnenberg e.V. (ILM)

Die ILM versteht sich als eine Plattform für alle Bürgerinnen und Bürger im Stadtbezirk, die sich mit ihren Kenntnissen und Erfahrungen für die Gemeinschaft engagieren wollen.

ILM e.V.

Sorgende Gemeinde werden

Sorgende Gemeinde werden - Grundlagen - Konzepte - Material

Sie können das Werkheft bei der Evangelischen Arbeitsgemeinschaft für Altenarbeit (EAfA) unter eafa@ekd.de  bestellen.

Werkheft

Teilhabegutscheine

Teilhabegutscheine für arbeitslose und arme Menschen

Die Teilhabegutscheine für Beschäftigung oder Freizeit, Kultur, Bildung kommen Menschen zugute, die sich beruflich einbringen wollen, aber keine Chance auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt haben. Von Arbeitslosigkeit und Ausgrenzubg betroffene Menschen bekommen damit ein Angebot zur Teilhabe. Oder Menschen, die aus finanziellen Gründen an Veranstaltungen, Unternehmungen, kulturellen, sportlichen oder kommunalen Ereignissen nicht teilnehmen können. Mehr erfahren

Theologische Impulse

Generationengerechtigkeit

Theologischer Impuls über Generationengerechtigkeit

Theologischer Impuls über Generationengerechtigkeit von Richard Haug (22.01.2013)

Download

Gerechtigkeit für alle

"Gerechtigkeit für alle" – Anregungen für einen Gottesdienst

"Gerechtigkeit für alle" – Anregungen für einen Gottesdienst von Dr. Banzhaf, R. Haug, J. Huber.

Download

Uns geht’s gut!?

Uns geht’s gut!? – Reichtum und Armut im Alter

Uns geht’s gut!? – Reichtum und Armut im Alter von Monika Bauer (17.03.2012)

Download


Positionen und Analysen

Armut und Gesundheit

Armut und Gesundheit

Arme Menschen sind häufiger krank und sterben früher. Zahlreiche Studien belegen, dass zwischen gesundheitlicher und sozialer Lage ein enger Zusammenhang besteht.

Fachartikel

Lebenserwartung im Vergleich

Lebenserwartung im Vergleich

Die Lebenserwartung hängt stark vom Einkommen ab.

Fachartikel

Appelle an die Bundesregierung 

Appelle an die Bundesregierung 

Resolution des „Zentrum Älterwerden“ zum 34. Kirchentag (04.05.2013).

Download (LAGES)

Linksammlung

Diakonie Deutschland

Positionspapier "Prävention und Bekämpfung von Altersarmut" vom 12.09.2013

Positionspapier

Ratgeber "Schuldenfrei im Alter"

Herausgegeben von der Bundesarbeitsgemeinschaft der Senioren-Organisationen (BAGSO) und der Diakonie Deutschland.

Schuldenfrei im Alter

Evangelische Senioren in Württemberg (LAGES)

Armut und Reichtum, Hilfe und Beratungsstellen sowie Hinweise und Material für die praktische Arbeit

Altersarmut und Altersreichtum

Sozialverband Deutschland

"Lieber NICHT" arm dran" – Kampagne zu Altersarmut

"Lieber NICHT" arm dran"